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Mein Weg zum Sargatelier

SargAtelier. Foto Sun Lamahn

Romana Maschek, Gründerin SargAtelier

Leider hatte ich meine Eltern viel zu früh verloren. Mein Vater ließ uns zu Lebzeiten schon wissen, dass er einen schlichten Sarg aus unbehandelten Holz wollte. Meine Mutter nicht. Als ich mir die Särge anschauen ging gefielen sie mir alle nicht, zu dunkel und unpersönlich. Also entschied ich mich den Sarg meiner Mutter selbst zu gestalten. Ich wollte Ihre Lieblingsfarben verwenden und die Farben in denen ich sie sah. Ich brauchte diesen Weg für meine Verarbeitung und auch zur bewussten Wahrnehmung, dass Sie und mein Vater nicht mehr sind.

Es half mir mit dem Verlust besser umzugehen, denn ich konnte durch das persönliche Gestalten noch so viel mitgeben, ihr noch einmal ganz nahe sein und mir Dinge von meiner Seele schreiben die für mich noch unausgesprochen waren. So entstand die Idee das Sargatelier zu gründen, mit dem ich auch anderen die Möglichkeit geben will sich selbst in der Trauer zu begegnen und ein Ritual des Loslassens zu erleben.